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Ferdinand-von-Steinbeis

Ferdinand von Steinbeis wurde am 5. Mai 1807 isteinbeism benachbarten Ölbronn als Sohn eines Pfarrers geboren. Schon früh zeigte er sein Interesse an Werkstätten. Von seinem Onkel, Karl Freiherr von Kerner, wurde er zur Ausbildung in das Königliche Eisenwerk Wasseralfingen zum berühmten Faber du Faur geschickt, dem Leiter der württembergischen Berg-, Hütten- und Eisenwerke. Nach der Lehre holte er die Reifeprüfung nach und studierte anschließend das Hüttenwesen. Der heute so aktuelle zweite Bildungsweg über die berufliche Grundausbildung wurde von ihm schon damals überzeugend demonstriert.
Von 1831 bis 1842 war er als Oberhüttenverwalter im Dienste des Fürsten Karl Egon II zu Fürstenberg tätig, die angebotene Professur an der Technischen Hochschule Stuttgart lehnte er jedoch ab. Die heute geforderte Weiterbildung der Arbeiter wurde von ihm bereits 1835 praktiziert. Er unterrichtete seine Arbeitnehmer von 5 Uhr bis 6 Uhr und von 18 Uhr bis 19 Uhr in Naturwissenschaft und Mathematik. Im Jahre 1853 nahm die „Königliche Kommission für gewerbliche Fortbildungsschulen" alle Grundsätze von ihm auf, vor allem die gediegene theoretische und praktische Ausbildung der Arbeitnehmer.
Er schreibt: „Sobald eine Schule mehr leisten soll als die formale Geistesbildung, muss sie mit der Praxis Hand in Hand gehen". Eine Forderung, die durch die heutige duale Berufsausbildung verwirklicht wird. Dies zeigen gerade auch die Projekte, die an unserer Schule wichtiger Bestandteil geworden sind. Neben der beruflichen Grundbildung lag ihm auch die Weiterbildung am Herzen. Er schickte begabte Handwerker und Techniker (z. B. Max Eyth, Gottlieb Daimler) ins Ausland, damit sie dort neue Erfahrungen sammeln konnten. Von Steinbeis starb am 7. Februar 1893 in Leipzig. Er wurde in Ulm begraben. 1980 erhielt unsere Schule seinen Namen. Sie heißt seitdem Ferdinand-von-Steinbeis-Schule.
Für die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule (kurz FvSS) bedeutet sein Name die Verpflichtung, in seinem Sinne durch qualifizierten Unterricht von Jugendlichen und Weiterbildung der Erwachsenen einen Beitrag zu unserer guten wirtschaftlichen Entwicklung zu leisten.

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